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Kaipel: ÖVP-Steindl missbraucht und beschönigt die Kriminalstatistik

16. September 2005
Mehr Polizisten fürs Burgenland sind unbedingt notwendig.
Die völlig unangebrachten Jubelmeldungen von ÖVP-Burgenland-Chef Steindl zur jüngsten Kriminalitätsstatistik sind nachweislich falsch, sagte heute SPÖ-Nationalrat Ing. Erwin Kaipel gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Steindl hatte behauptet, dass auf 170 Burgen¬länder ein Exekutivbeamter käme, während der Österreich-Schnitt bei 350 liegt. Diese Be¬hauptung ist falsch. Wahr ist vielmehr, so Kaipel, dass im Burgenland von den 1.800 Polizisten ca. 1.100 für die Grenz¬sich¬erung und daher nur rund 700 Polizisten für die eigent¬liche Kriminalitäts¬be¬kämpf¬ung zur Verfügung stehen. Das Verhältnis Bürger zu Polizisten ist daher im Burgenland mit über 400 zu 1 viel schlechter als für ganz Österreich, rechnet Kaipel vor. ÖVP-Steindl verschweigt auch, dass im Zeitraum Juni bis August 2005 um 10 Prozent mehr strafbare Handlungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres angezeigt wurden. Die günstige Aufklärungsquote im Burgenland ist vor allem auf das hervorragende Engagement der Polizeibediensteten und nicht zuletzt auch auf die Klärung langjähriger betrügerischer Handlungen eines Bundes¬be¬amt¬en im Südburgenland zurückzuführen. Nicht zuletzt auch aufgrund der langen Anfahrtswege im ländlichen Raum sind zur Gewährung der Sicherheit der Bevölkerung unbedingt mehr Personal und ein dichteres Dienststellennetz notwendig. Mit beschönigenden Statistiken die Bevölkerung einlullen zu wollen, ist jedenfalls der falsche Weg und verantwortungslos, so Kaipel abschließend.


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