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Bitterer Tag für Burgenlands Gemeinden: Fünf Postämter schließen!

6. Dezember 2005
Illedits/Schmid fordern Privatisierungs-Stopp: Nächster Kahlschlag droht! Eisenstadt, 08.07.2005 - Die Postämter Wiesen, Marz, Schützen, Müllendorf, Weiden haben heute zum letzten Mal geöffnet. Sie werden von der Postämter-Schließungswelle erfasst.
Ein bitterer Tag für die Gemeinden. Der ländliche Raum zahlt die Zeche für die falsche Politik der schwarz-orangen Bundesregierung, kritisieren SPÖ-Klubchef Christian Illedits und der Präsident des SPÖ-Gemeindevertreterverbandes LAbg. Bgm. Ernst Schmid unisono.
Insgesamt trifft diese bereits zweite Schließungswelle 16 Postämter:
Dabei schreibt die Post AG ordentliche Gewinne. Aber der Bundesregierung sind die Dividenden und ihre Privatisierungspläne wichtiger als die Grundversorgung der Bevölkerung. Nur deshalb verlieren die Burgenländer seit 2000 62 Postämter.
Der SPÖ und dem GVV ist es durch intensiven Einsatz gelungen, vier Filialen - Schattendorf, Klingenbach, St. Margarethen und Hornstein - zu retten.
Der nächste Kahlschlag zeichnet sich aber bereits ab, warnt Illedits vor dem geplanten Post-Börsegang. Der zusätzliche Gewinndruck werde zu einer weiteren Reduktion gemeinwirtschaftlicher Leistungen führen. Illedits und Schmid fordern daher einen Privatisierungs-Stopp, ein faires Postgesetz und eine Neuregelung des öffentlichen Versorgungsauftrages:
Die Republik Österreich muss Eigentümerin der Post bleiben. Nur so ist gewährleistet, dass die Infrastruktur im ländlichen Raum nicht vollends dem Prinzip der Profitmaximierung geopfert wird.
Illedits und Schmid brachten ihre Kritik an der Postämter-Schließungspolitik der Bundesregierung heute auch bei einem Besuch am Postamt Schützen zum Ausdruck. Dabei überreichten sie dem Postamtsleiter als symbolisches Abschiedsgeschenk ein Exemplar der Postgeschichte Deutsch-Westungarns , die auch die besondere Entwicklung des Postamtes Schützen nachzeichnet.
In Schützen ist ein Postamt bereits im Jahr 1748 historisch verbürgt - es ist damit einer der ältesten Post-Standorte des Burgenlandes. Mit der Post geht in vielen Fällen auch ein Stück dörflicher Identität verloren, bedauern die SPÖ-Politiker.


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