gvv Aktuell

Hotterbereinigung - Häuser und Einwohner wechseln die Gemeinde

29. Dezember 2006
Durch Grenzbereinigungen zwischen Steinbrunn und Neufeld wechseln auch Einwohner und ganze Häuser die Gemeinde
Neufeld, 29.12.2006 - Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde am Freitag in Neufelder Rathaus das Ergebnis der Hotterbereinigung zwischen Steinbrunn und Neufeld präsentiert und bei dieser Gelegenheit wurde auch die neu gewählte Steinbrunner Vizebürgermeisterin Edith Franta der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Hotterbereinigung war erforderlich, da die alte Grenzziehung s-förmig zwischen Steinbrunn, der Seesiedlung des Bauernsees und Neufeld führte. Ein Verlauf, der für beide Gemeinden sowie für die betroffenen Einwohner unbefriedigend war. Steinbrunns Bürgermeister Mezgolits dazu: Durch die untypische Hottergrenze wurden Grundstücke geteilt, sodass es passieren konnte, dass bei Häusern das Schlafzimmer in Neufeld war und das Wohnzimmer in Steinbrunn, bzw. durch einige Grundstücke sogar die Hottergrenze durchging! Mezgolits weiter: Dieser Umstand hat natürlich nicht nur bei Volkszählungen, sondern auch bei diversen Verwaltungstätigkeiten, wie Bauverhandlungen, Meldeangelegenheiten, etc. zu massiven verwaltungstechnischen Problemen betreffend Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinde geführt, was für die betroffenen Einwohner natürlich schwer nachvollziehbar war. Neufelds Bürgermeisters Michael Lampel: Es wurden von der Stadtgemeinde Neufeld im Gebiet der Alten Hutweide Straßenbaumaßnahmen sowie der Winterdienst durchgeführt, obwohl einige Straßenzüge in diesem Gebiet bereits auf Steinbrunner Hotter liegen. Auch das war auf Dauer nicht tragbar! Lampel weiter: Der Lebensmittelpunkt der Einwohner in den betreffenden Gebieten ist zu einem großen Teil auf Grund der räumlichen Nähe in Neufeld gelegen. Auch ihre Anliegen, Beschwerden wurden daher von der Stadtgemeinde Neufeld bearbeitet. Es war nut konsequent, dass wir hier seitens der beiden Gemeinden handeln! Die Gemeinde Steinbrunn, die wesentlich mehr Fläche an Neufeld abgibt, wird dafür von den Neufeldern finanziell entschädigt, wobei ein für beide Seiten annehmbarer Kompromiss über die Höhe der Entschädigung sowie über die Zahlungsmodalität aus verhandelt werden konnte. Durch die Grenzbegradigung soll zukünftig die Verwaltung vereinfacht werden, da die Zuständigkeiten und die Ortszugehörigkeit der Grundstücke nun eindeutig geklärt wurden. Beide Bürgermeister zeigten sich mit dem Verhandlungsergebnis durchaus zufrieden und wollen auch zukünftig in verschiedenen Bereichen ihre ortsübergreifende Zusammenarbeit weiter ausbauen.


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