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Burgenland senkt Klassenschülerhöchstzahl

11. März 2007
Verhandlungserfolg von LH Niessl: Aufwertung der früheren PädAk Eisenstadt

Eisenstadt, 6. Februar 2007. - Das Burgenland macht ab nächstem Schuljahr ernst mit der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25. Das kündigten Landeshauptmann Hans Niessl und SPÖ-Klubobmann Christian Illedits heute an. Gestartet wird in allen ersten Klassen der Volks- und Hauptschulen sowie den Polytechnischen Lehrgängen. Ein bildungspolitischer Quantensprung, der im Gleichklang mit der neuen Bundesregierung verwirklicht werden kann, so Niessl und Illedits. In einem Gespräch mit Bildungsministerin Schmied habe er auch eine enorme Aufwertung der Pädagogischen Hochschule Eisenstadt erreicht, berichtete der Landeshauptmann.

Die SPÖ hat vor der Nationalratswahl angekündigt, dass die Bildungsreform Herzstück einer sozialdemokratisch geführten Bundesregierung sein wird. Mit der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl wird eine besonders wichtige Maßnahme rasch spürbar:

• Ab nächstem Schuljahr erfolgt in allen ersten Klassen der Volks- und Hauptschulen die Klassenteilung ab 25.

• Die gleiche Vorgangsweise gilt auch für die Polytechnischen Lehrgänge

• Die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl wird in den Folgejahren aufsteigend in allen Schulstufen der Pflichtschulen umgesetzt.

Kleinere Klassen bedeuten bessere individuelle Förderung für jeden einzelnen Schüler. Das bringt eine nachhaltige Verbesserung der Lern- und Lehrqualität, betonte Klubobmann Illedits. Das Burgenland beginne dabei nicht von null - bereits jetzt seien in rund 90 Prozent aller Volks- und Hauptschulklassen weniger als 25 Kinder. Auch für den AHS-Bereich habe Unterrichtsministerin Schmied angekündigt, die nötigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

In den burgenländischen Pflichtschulen werden durch die Senkung der Klassenschülerhöchstzahl etwa 30 zusätzliche Klassen entstehen. Rund 50 Lehrerdienstposten, die auf Grund der sinkenden Schülerzahlen eingespart werden müssten, können jetzt erhalten bleiben, erläuterte Illedits. Die dadurch entstehenden Mehrkosten übernehme der Bund. In der Regel bestehe auf Grund des Rückgangs bei Pflichtschülern keine Raumnot, so Niessl. Derzeit gebe es im Burgenland rund 19.000 Pflichtschüler, die Zahl dürfte noch auf 17.000 sinken. Ausgelegt seien die Schulen jedoch auf 40.000 Kinder.

Aufwertung der Pädagogischen Hochschule Eisenstadt

Eine positive Weichenstellung gibt es nach einem Treffen zwischen Landeshauptmann Hans Niessl und der neuen Bildungsministerin Claudia Schmied auch in Sachen Pädaogische Hochschule Eisenstadt. Die frühere Bundesregierung hat ursprünglich den Standpunkt vertreten, dass das Burgenland überhaupt keine Pädagogische Hochschule bekommen soll. Nach Verhandlungen ist dann vereinbart worden, dass in Eisenstadt die Ausbildung in Volksgruppensprachen und Religion verbleibt. Im Gespräch mit Bildungsministerin Schmied hat LH Hans Niessl nun eine enorme Aufwertung gegenüber den früheren Regierungsplänen erreicht: Zusätzlich zu den bisher vereinbarten Angeboten wird die Ausbildung für Volksschullehrer am Standort Eisenstadt weiterhin möglich sein. Damit bleibt auch die Übungsvolksschule erhalten.



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