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LKW-Fahrverbot entlastet Gemeinden im Dreieck zwischen B50 - B 16/Klingenbach - Staatsgrenze

29. Jänner 2008
Illedits: Maut-Umgehungsverkehr wird wirkungsvoller Riegel vorgeschoben

Eisenstadt, 29. Jänner 2008. - Gute Nachricht für die Gemeinden im Dreieck östlich der B50 und südlich der B16 in den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt: Die Behörden haben grünes Licht für ein Transit-LKW-Fahrverbot auf den Ortsdurchfahrten gegeben. Die Verbotstafeln werden in den nächsten Wochen aufgestellt, so dass die Tonnagebeschränkung noch in der ersten Februar-Hälfte in Kraft treten kann. Damit wird einem möglichen LKW-Maut-Umgehungsverkehr durch das niederrangige Straßennetz ein wirkungsvoller Riegel vorgeschoben, sagt SPÖ-Klubobmann Christian Illedits, der als Bürgermeister von Draßburg dieses Fahrverbot mit beantragt und als Regionalmandatar auch andere Gemeinden für eine gemeinsame Vorgangsweise gewonnen hat.
 
Positiv betroffen sind von dieser Maßnahme die Ortsdurchfahrten sämtlicher Gemeinden östlich der B 50 im Bezirk Mattersburg - z.B. Rohrbach, Loipersbach, Schattendorf, Baumgarten, Draßburg, Pöttelsdorf, Antau und Zemendorf/Stöttera - sowie Zagersdorf im Bezirk Eisenstadt (in Wulkaprodersdorf gibt es bereits ein LKW-Fahrverbot). In diesen Gemeinden wird durch die Tonnagebeschränkung für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen verhindert, dass Transit-LKW sich Abschneider durch das Gemeindegebiet suchen und sich so die LKW-Maut auf den höherrangigen Straßen ersparen.

Stichprobenartige Verkehrszählungen haben ergeben, dass der Anteil von LKW-Transitfahrten - also Schwerverkehr, der nicht aus der Region stammt oder direkt in die Gemeinden führt - im Herbst bereits bei rund 30 Prozent lag. Durch die Schengen-Öffnung würde sich diese Belastung weiter erhöhen, wenn keine Gegenmaßnahmen eingeleitet worden wären, ist der SPÖ-Politiker Illedits überzeugt.

Das LKW-Fahrverbot ist ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Lebensqualität und Erhöhung der Verkehrssicherheit. Damit ist im betroffenen Gebiet flächendeckend sichergestellt, dass die Bevölkerung in den Gemeinden von LKW-‚Mautschummlern’ entlastet bleibt, so Illedits. Für den regionalen Wirtschaftsverkehr gebe es aber selbstverständlich Ausnahmen.



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