gvv Aktuell

Gemeinden checken umweltrelewante Effizienz

1. April 2008
LR Dunst setzt auf kommunale Selbstanalyse
Eisenstadt (BLMS) - Aus Sicht vieler Experten ist der Klimawandel nicht mehr völlig zu stoppen, sondern nur noch abzufedern und zu begrenzen.
Daraus resultierend wird der Klimaschutz immer mehr zu einem globalen und politisch hochbrisanten Thema. Da sehr viele Entscheidungen auf Gemeindeebene umweltrelevante Folgen und eine Vorbildwirkung für die Bevölkerung haben, hat sich Landesrätin Verena Dunst dazu entschlossen, mit
den Schulungen für Umwelt-GemeinderätInnen bzw. dem so genannten Energie-Check für Gemeinden zwei dementsprechend zukunftsorientierte
Initiativen zu setzen. Der Klima- und Umweltschutz ist eine Materie, die auf allen Ebenen immer wichtiger wird. Mit dieser neuen
Informationsoffensive soll ein weiterer Beitrag zum Umweltschutz im Land und in den Gemeinden des Landes geleistet werden. Wir wollen damit die
Vorreiterrolle des Burgenlandes und der Gemeinden im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes weiter ausbauen, betonte Landesrätin Verena Dunst bei einer Pressekonferenz in Wulkaprodersdorf.

Das Selbstanalysetool Energie Check bietet den Gemeinden via Internet auf einfache und benutzerfreundliche Weise die Möglichkeit, passwort-geschützt eine Selbstanalyse der öffentlichen Gebäude und Dienstleistungen durchzuführen und damit energetische Zustände, wie den Energieverbrauch, die Energieeffizienz etc. der öffentlichen Einrichtungen zu überprüfen. Das bedeutet nichts anderes, als dass dieses innovative
Tool die Gemeinden in die Lage versetzt, Einsparungspotenziale auszuloten, Einsparungsziele zu setzen, Fortschritte bei deren Umsetzung zu überwachen und festzustellen, bei welchen Gebäuden oder Anlagen besondere Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs sinnvoll sind, so LAbg. Bgm. Ernst Schmid, Präsident des GemeindevertreterInnenverbandes.

Parallel dazu startet - beginnend mit 4. April 2008 - eine groß angelegte Schulungsaktion für die burgenländischen Umwelt-GemeinderätInnen.
Durch diese Schulungen sollen die Umwelt-GemeinderätInnen in die Lage versetzt werden, Orientierungshilfe über aktuelle Situation und
Entwicklungsperspektiven im Bereich Energie/Klimaschutz zu geben. Die TeilnehmerInnen sollen einen guten Überblick über Handlungsfelder und
Lösungsansätze für eine zukunftsfähige Energieversorgung in der Gemeinde erhalten. In den Seminaren lernen Umwelt-GemeinderätInnen u.a. anhand von Praxisbeispielen aus Gemeinden und bekommen Beratungsangebote und Förderungen für Gemeinden vorgestellt. Geplant sind vier Veranstaltungen, die jeweils im Norden und im Süden abends durchgeführt werden. Diese Schulungen werden rechtliche Aspekte vermitteln bzw. Informationen zu Energie und Luftreinhaltung sowie Wasser, Abfall und Bodenschutz liefern, erklärte Landesrätin Dunst abschließend. Der vierte Abend richte sich nach einer Evaluierung ganz nach den noch offenen Bedürfnissen der TeilnehmerInnen. Referieren werden ExpertInnen aus den jeweiligen Fachgebieten.

Anmeldungen dazu nimmt die Umweltberatung Burgenland unter der Telefonnummer 0676/836 88 586 oder per E-Mail: burgenland@umweltberatung.at entgegen. Die Teilnahme ist kostenlos


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