gvv Aktuell

Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister unterstützt Discobus-Projekt

6. August 2008
Jugend Verkehrssicherheitsinitiative peilt weitere Ausbauziele an
7. August 2008. - Die burgenländischen Discobusse werden in Zukunft mit olympischem Gold unterwegs sein und weitere Ausbauziele anpeilen: Michaela Dorfmeister, zweifache Ski-Olympiasiegerin mit burgenländischen Wurzeln, unterstützt die größte Verkehrssicherheitsinitiative für Jugendliche im Burgenland. Der Skistar soll bei bewusstseinsbildenden Maßnahmen zur Jugend-Verkehrssicherheit mitwirken - und so die Umsetzung weiterer Ausbauziele des Discobus-Projektes unterstützen. Dieses Projekt ist mustergültig, weil es jungen Menschen eine sichere Alternative zum Privat-PKW bietet. Wäre ich in diesem Alter, würde ich dieses tolle Angebot nutzen, beschreibt Michaela Dorfmeister ihr Motiv. Wir freuen uns sehr, dass eine so prominente Sportgröße, die unter Jugendlichen Vorbildwirkung hat und noch dazu das Burgenland gut kennt, unser Projekt unterstützt, freut sich Discobus-Obmann LAbg. Christian Illedits. Ein Jahr nach der Ausweitung in die Bezirke Oberwart und Güssing will der Verein Discobus sein Liniennetz weiter attraktivieren und die Anbindung des Bezirkes Jennersdorf in Angriff nehmen. Außerdem soll trotz Teuerung sichergestellt werden, dass die Tarife leistbar und jugendgerecht bleiben.

Der Verein Discobus hat ein erfolgreiches Jahr 2007 hinter sich. Die Ausweitung der Discobus-Angebote auf die Bezirke Oberwart und Güssing hat sich bewährt. Nun sollen, aufbauend auf den Erfahrungen des ersten Jahres, die drei Linien weiter attraktiviert und durch eine Verkürzung der Fahrtdauer bedarfsgerechter gestaltet werden. Außerdem wird die Ausweitung auf den Bezirk Jennersdorf in Angriff genommen und damit der letzte weiße Fleck auf der burgenländischen Discobus-Karte beseitigt. Vereinsobmann Christian Illedits betont: Unser großes Ziel ist eine flächendeckende Versorgung im gesamten Burgenland.

Die allgemeine Teuerungswelle, die auch auf die Betriebskosten der Discobusse durchschlägt, soll von den Discobus-Benutzern und den Partnergemeinden weitgehend ferngehalten werden. Illedits: Wir haben uns schon bisher bemüht, durch Sponsoren und Sonderfahrten zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Jetzt ergibt sich außerdem die Chance, auf einen Fördertopf des Bundes zurückzugreifen - auch das wollen wir gemeinsam mit den Partnergemeinden nutzen. Unser Ziel ist es, weiter leistbare Tarife für die Jugendlichen zu bieten und auch die Gemeindebeiträge in einem vertretbaren Rahmen zu halten.

Das ganze Jahr über tragen die Discobusse dazu bei, die Verkehrssicherheit von Jugendlichen zu erhöhen. 2007 wurden weit über 60.000 Jugendliche befördert. Die Discobusse sind derzeit mit insgesamt 16 Linien in sechs der sieben Bezirke unterwegs. Finanziert wird das Angebot durch Gemeindebeiträge und Sponsoren, der Fahrpreis beträgt 2 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Insgesamt nutzen rund 2000 Jugendliche jedes Wochenende das Discobus-Angebot, das als österreichweit einzigartig gilt. Andere Bundesländer versuchen derzeit eine Adaption für ihr Landesgebiet.

Das Angebot der Dicobus-Linien wird immer wieder evaluiert - natürlich mit Mithilfe der Partnergemeinden und der Discobus-Benutzer. Eine solche Bewertung soll auch in naher Zukunft wieder durchgeführt werden, kündigt Obmann Illedits an: Die Discobusse sollen natürlich jene Ziele anfahren, die von den Jugendlichen gewünscht werden. Außerdem werden auch laufend spezielle Sonderfahrten - zum Beispiel zu Großevents - angeboten: Für derartige Veranstaltungen werden ‚maßgeschneiderte’ Fahrpläne gestaltet, um einen sicheren und günstigen Transfer von Besuchern zu gewährleisten. Allein heuer wurden durch solche Sonderfahrten zusätzlich rund 7.000 Personen befördert.

1999 und 2006 wurde das Discobus-Projekt mit dem Mobilitätspreis des Verkehrsclub Österreich ausgezeichnet. Auch 2007 hat der VCÖ den Stellenwert der Discobusse unterstrichen. VCÖ-Experte DI Martin Blum: Für Jugendliche sind Discobusse eine Lebensversicherung. Das Burgenland konnte durch ein flächendeckendes Discobus-Netz die Zahl schwerer Unfälle von jungen Lenkern deutlich verringern.

Diese Leistungen für die Verkehrssicherheit junger Menschen will der Verein Discobus öffentlich noch stärker hervorstreichen. Damit wollen wir einerseits für eine breite Nutzung unseres Angebotes durch die Jugend werben. Andererseits soll aufgezeigt werden, dass unsere Partnergemeinden mit ihrer Mitwirkung beweisen, dass ihnen die Verkehrssicherheit der Jugend ein echtes Anliegen ist, so Obmann Illedits. Die zweifache Olympiasiegerin und mehrfache Weltcupsiegerin bzw. Weltmeisterin Michaela Dorfmeister wird dabei mitwirken. Das mache ich gerne und aus voller Überzeugung - denn noch nie war es für Jugendliche im Burgenland so einfach, sich keinem unnötigen Unfallrisiko auszusetzen und dennoch Spaß zu haben.

Zur Person Michaela Dorfmeister:

Michaela Dorfmeister erblickte am 25. März 1973 in Wien das Licht der Welt und lebt derzeit in Purgstall (NÖ). Ihre familiären Wurzeln liegen teilweise im Burgenland, ihr Vater stammt aus Krensdorf. Michaela Dorfmeister ist oft hier, um diesen Teil ihrer Familie zu besuchen. Ihre ersten Ski-Fahr-Versuche machte sie im Alter von drei Jahren und beschreibt ihren schönsten Moment im Leben so: Als ich auf dem Podest stand und sah, wie sich meine Fans mit mir freuten. Neben Skifahren liebt es Michi Dorfmeister, Golf zu spielen und mit ihrem Schäferhund spazieren zu gehen. Dem Lebensmotto Erfolg ist das Ziel bleibt sie auch nach ihrer Ski-Karriere treu.

Die größten sportlichen Erfolge Michaela Dorfmeisters:

2005/2006: Doppel-Olympiasieg in der Abfahrt und im Super-G in Torino (ITA)
Siegerin des Abfahrtsweltcups
Siegerin des SuperG-Weltcups

2004/2005: Siegerin des SuperG-Weltcups

2003/2004: Sportlerin des Jahres 2003

2002/2003: Weltmeisterin im Super-G in St. Moritz (SUI)

2001/02: Sieg im Gesamtweltcup

2000/01: Weltmeisterin in der Abfahrt in St. Anton

1999/2000: Siegerin des RTL-Weltcups


zurück