gvv Aktuell

Knor für rasche Entlastung der Güssinger Bevölkerung

31. August 2008
Energie, die in unserer Region gewonnen wird, sollte auch für die Menschen dieser Region zugängig sein!
Strombonus für alle Güssinger Haushalte
Mit einem Strombonus für alle Güssinger Haushalte soll die Stadt Güssing einen Teil der gesteigerten Einnahmen und Ersparnisse durch eigene Energieerzeugung, an die Menschen zurückgeben, verlangt Vizebürgermeister LAbg. Vinzenz Knor. Güssing erlebt ein regelrechtes Energiewunder, das in Zeiten, in denen alle an der Teuerung leiden auch weitergegeben werden muss. Gerade Familien seien durch die Verteuerung der Energie stark betroffen und könnten durch diese Maßnahme erheblich entlastet werden.

Billiger Tanken für GüssingerInnen

Unter dem Motto Billig tanken in Güssing sollte auch ein kostengünstiges Tanken für alle GüssingerInnen ermöglicht werden. Mit einer eigenen Tankkarte könnte ein Teil der 1,5 Millionen Liter von der Stadtgemeinde produziertem Treibstoff den GüssingerInnen direkt und kostengünstig zugute kommen. Eine Maßnahme, die in ähnlicher Form in anderen Städten bereits umgesetzt wird.

Heizkostenzuschuss für Einkommensschwache einführen

Mit der Verdoppelung des Heizkostenzuschusses für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen könnten wir gerade jenen helfen, die Hilfe am notwendigsten brauchen.

In der nächsten Gemeinderatsitzung könnte ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Die Güssinger Bevölkerung muss rasch und spürbar entlastet werden, so Vizebürgermeister Vinzenz Knor abschließend.

Modellstadt ist energieautark und wohlhabend

Quelle: Österreichischer Gemeindebund,  22.4.2008

Zu 100 Prozent energieautark

Heute sind die Erfolge eindrucksvoll: Jedes Jahr wachsen im Bezirk Güssing über 100.000 Tonnen Holz nach. Für die Strom- und Wärmeversorgung der Stadt wird lediglich ein Fünftel davon gebraucht. Die Stadt mit rund 4000 Einwohnern erzeugt mehr Strom als sie verbraucht und ist deshalb zu 100% energieautark. Güssing kann inzwischen Überschüsse bei Strom und Heizwärme um gutes Geld verkaufen. Zudem produziert die Stadtgemeinde so viel Treibstoff, wie in ihr verbraucht wird, nämlich 1,5 Millionen Liter im Jahr.

Quelle: DIE ZEIT, 21.08.2008 Nr. 35

Das Kraftwerk ist heute das wirtschaftliche Rückgrat der Gemeinde. Über 50 Firmen haben sich bereits in Güssing angesiedelt und dabei mehr als 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Stadtverwaltung hat ihre Einnahmen von 400000 Euro auf 1,4 Millionen Euro gesteigert und dabei ihre Energiekosten von 6,5 auf knapp drei Millionen Euro jährlich gesenkt. Kurz: Güssing erlebt ein regelrechtes Energiewunder, das in Zeiten, in denen der Ölpreis auf weit über 100 Dollar pro Fass gestiegen ist, mehr Aufmerksamkeit denn je erhält.


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