gvv Aktuell

Artikel Erwin Kaipel

14. September 2008
Gemeinden und ländlicher Raum als unsere Lebensbasis

Erinnern wir uns an die Kahlschlagpolitik der ÖVP-FPÖ(-BZÖ)-Regierung im ländlichen Raum: jene Infrastruktur, die notwendig ist, um die Lebensqualität zu sichern, wurde aus Kostengründen systematisch vernichtet. Eine Schließungswelle, an deren Folgen wir heute noch leiden, überrollte das Land. Postämter, Gendarmerieposten, Finanzämter, Bezirksgerichte usw. wurden aufgelöst, der öffentliche Regionalverkehr eingeschränkt, ohne die Bedürfnisse der Menschen in den betroffenen Regionen zu berücksichtigen. Die Proteste der SPÖ scheiterten an der schwarz-blau-orangen Regierungsmehrheit.

Die SPÖ will andere Schwerpunkte setzen und hat dies auch in ihrem aktuellen Wahlprogramm festgehalten. Wir wissen, wie wichtig ein intaktes und funktionsfähiges Lebensumfeld für die Menschen am Land ist. Daher ist unser Ziel die Herstellung der Chancengleichheit mit Städten und urbanen Gebieten im Bereich Bildung, Soziales usw. Das bedeutet, die Gemeinden in den Mittelpunkt zu stellen, sie zu fördern und zu stärken.

Wir betrachten den ländlichen Raum und die ländliche Entwicklung nicht ausschließlich aus Sicht der Bauern. Für uns sind die Dienstleistungen, das Angebot an die Menschen in den ländlichen Regionen, von besonderer Bedeutung. Diese Leistungen werden im Wesentlichen durch Gemeinden erbracht: im Bereich Pflege, Gesundheit, Soziales, Bildung, Nahversorgung, Verkehr usw. Arbeitsplätze im ländlichen Raum können nur entstehen oder gehalten werden, wenn das Umfeld für Betriebe positiv ist. Gelingt es, attraktive Bedingungen zu schaffen, tragen die Gemeinden zur Beschäftigung bei und verhindern damit die Abwanderung oder das Auspendeln in Ballungsgebiete. Gemeinden gehören daher gestärkt, um die Vielzahl an Aufgaben leisten zu können.

Daher nimmt der ländliche Raum einen so prominenten Platz in unserer Strategie ein. 

Wir wollen weg von der Förderung von Großbauern, hin zu der Förderung vom Arbeitseinsatz statt Maschinen und Flächen.

Wir wollen eine zwischen Bund, Land und Gemeinden abgestimmte Planung für Regionen, unter Einbeziehung von EU-Fördermitteln, bei der die Infrastruktur und Lebensqualität zentrale Planungskriterien sind.

Wir wollen den Menschen am Land und in den Gemeinden helfen und sie nicht aus ihrem gewohnten Lebensumfeld vertreiben.

Als langjähriger Bürgermeister von Riedlingsdorf weiß ich um die Bedeutung der Gemeinden für ihre Bürgerinnen und Bürger. Sie sind gleichzeitig Heimat und Kernzelle der Demokratie. Aus diesem Grund will die SPÖ Gemeinden und den ländlichen Raum besonders beachten und die Lebensqualität dort dauerhaft sichern.

NAbg. Ing. Erwin Kaipel
Bgm. von Riedlingsdorf

Zur Person:
Ing. Erwin Kaipel, geboren 1952, Techniker von Beruf, wohnhaft in Riedlingsdorf.
Für den Wahlkreis Burgenland Süd seit 1994 im Nationalrat.
Kontakt: Handy 0664-4226680, eMail erwin@kaipel.com
Internet: http://www.erwin-kaipel.com



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