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Tourismusland Burgenland: Trotz Krise auf Wachstumskurs bleiben

11. Februar 2009
SP-Tourismussprecher Loos: Burgenland bietet breit gefächertes Angebot!

Eisenstadt, 12. Feber 2009. - SP-Tourismussprecher LAbg. Josef Loos formulierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz Ziele und Maßnahmen, die der burgenländische Tourismus weiter verfolgen wird: Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann der burgenländische Tourismus für viele Impulse sorgen und positive Signale setzen. Die Wirtschaftskrise ist natürlich eine große Herausforderung für den Tourismus. Jede Krise bringt aber auch Chancen und im Burgenland haben wir ein tolles Angebot. Der burgenländische Tourismus fährt jedes Jahr bessere Nächtigungszahlen ein und ist stetig am Wachsen. Demnach verzeichnet das Burgenland ein Nächtigungsplus von 4,2% Prozent im Jahr 2008 und kam auf ein Rekordergebnis von 2.812.852 Nächtigungen. Zu den Gewinnern zählt neben den Thermenbezirken Oberpullendorf (+8,8%) und Güssing (+15,4%) auch die Neusiedler-See-Region (+2,7%). Gerade deshalb ist es für den Tourismussprecher unverständlich, dass Landesrätin Resetar nicht nur Nein zum Landesbudget 2009, sondern auch zum Budget des Tourismusverbandes gesagt hat: Sie will anscheinend keine Verantwortung übernehmen. Loos verweist auch auf die bevorstehenden Veranstaltungen zum Haydn-Jahr, denn für das Burgenland als Tourismusland ist dies eine unbezahlbare ,Werbung´, von der wir sehr profitieren können.

Loos ist überzeugt, dass der Aufwärtstrend im burgenländischen Tourismus gehalten werden kann: Das Haydn-Jahr wird sicherlich für zusätzlichen Aufwind sorgen. Die Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr sind einzigartig und der Tourismus wird von dieser ,internationalen Werbung´ mit Sicherheit profitieren. In den vergangenen Jahren versuchten die einzelnen Regionen im Burgenland die Aufenthaltsdauer zu verlängern und die Internationalisierung zu forcieren. Loos: Trotz allem ist eine weitere intensive Marktbearbeitung in den angrenzenden EU-Staaten unabkömmlich. Der Bau des neuen Vier-Sterne-Hotels im Gesundheitszentrum Bad Sauerbrunn, aber auch die St. Martinstherme in Frauenkirchen stellen für Loos eine wichtige Bereicherung im Nordburgenland dar: Mit der St. Martinstherme kann die Neusiedler-See-Region nicht nur zu einer Ganzjahresdestination werden, sondern im Sommer bieten sich auch noch Alternativen bei Schlechtwetter.

Enttäuscht zeigt sich der Tourismussprecher von Landesrätin Resetar: Sie präsentiert immer nur Positivbilanzen für die sie nicht verantwortlich zeichnen kann: Landesrätin Resetar hat nicht nur dem Budget 2009 im Land nicht zugestimmt, sondern hat auch noch als Einzige im Vorstand ,Njet´ zum Budget des Landestourismusverbandes gesagt. Damit habe Resetar auch zum Beispiel gegen alle Veranstaltungen rund um das Haydn-Jahr, aber auch gegen die weitere Bewerbung der Thermenregion Burgenland gestimmt. Loos: Das ist für mich unverständlich und zeigt, dass die Landesrätin nur Schönwetterpolitik betreibt. Verantwortung will sie anscheinend keine übernehmen - und erst recht nicht in Krisenzeiten.

Die Wirtschaftskrise wird auch an den burgenländischen Tourismus große Herausforderungen stellen, aber jede Krise bringt auch Chancen und diese müssen wir nutzen. Wir haben im Burgenland ein breit gefächertes Angebot, das wir noch weiter ausbauen können, so Loos. Die Buchungslage könne sich - aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Zeiten - ändern: Die Tendenz geht dahin, dass die Fernreisen abnehmen und die Gäste ,Urlaub in der Nähe´ bevorzugen. Das ist ein wichtiger Impuls, bei dem wir ansetzen müssen und von dem das Burgenland enorm profitieren kann. Die Gäste buchen ihre Urlaube aber auch immer kurzfristiger, daher ist noch mehr Flexibilität gefordert. Loos: Deshalb ist es so wichtig, dass wir ein großes und selektives Angebot im Burgenland haben.
Loos weist auch auf das von Landeshauptmann Hans Niessl initiierte Kraftpaket hin, von dem der Tourismus enorm profitiere: Wichtig ist, dass die Qualitätsoffensive bei den Klein- und Mittelbetrieben fortgesetzt wird. Die durchgesetzte Anhebung der Fördersätze wird auch in diesem Segment zusätzliche Impulse bringen.

Loos: Natur spielt im Burgenland-Tourismus eine besondere Rolle.

Das Burgenland ist ein Vorreiter im Natur-Tourismus: Wir sind uns unserer Stärken bewusst und forcieren diese. Die einzelnen Tourismusregionen wollen nicht nachahmen, sondern sie setzen dort ihre Schwerpunkte, wo sie noch mehr punkten können. Diese Strategie wollen wir auch in den kommenden Jahren weiter ausbauen. Als Beispiele nennt Loss den Ausbau der Fahrradwege rund um den Neusiedler See und die Spezialisierung auf Wellness und Sport in den Thermenregionen. Im Burgenland legen die einzelnen Tourismusregionen aber auch viel Wert auf die Natur, denn rund ein Drittel der Landesfläche steht unter Naturschutz.: Bei uns spielt die Natur eine ganz besondere Rolle und findet sich in fast all unseren Veranstaltungen wieder. Unsere Erfahrungen zeigen auch, dass die Gäste vor allem gerne zu uns kommen, weil sie eine intakte Natur und viel Gastfreundlichkeit vorfinden, so Loos. Besonders intensiv wurde in der vergangenen Zeit an zusätzlichen Angeboten gearbeitet: Mit Kreativität haben wir versucht, die Saison zum Beispiel mit Veranstaltungen rund um Martini oder im Frühjahr zu verlängern. Diese Ansätze haben bereits zu greifen begonnen.



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