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Discobus auf Expansionskurs: Zwei neue Linien und weitere Angebote für junge Südburgenländer

1. September 2009
Ab Mitte September wird der Discobus auf neuen Routen unterwegs sein

Eisenstadt, 2. September 2009. - Die Discobusse im Burgenland befinden sich weiter im Aufwind: Stolze 53.400 jugendliche Fahrgäste konnten im ersten Halbjahr 2009 bereits gezählt werden. Ab 12. September wird im Südburgenland die Firma Südburg als neuer Discobus-Betriebspartner jeden Samstag unterwegs sein. Zu den bestehenden drei südburgenländischen Linien kommen zwei neue hinzu, präsentierte Discobus-Obmann LAbg. Christian Illedits heute im Rahmen der inform09 die neuesten Ausbauschritte: Wir wollen ein möglichst flächendeckendes Verkehrsservice anbieten, damit junge Menschen bei der Fahrt ins Wochenendvergnügen auf den PKW verzichten. Daher bemühen wir uns laufend, unser Netz auszuweiten und den Fahrplan bedarfsorientiert zu gestalten. Die neuen Linien rund um Großpetersdorf und Bad Tatzmannsdorf bis Oberwart sollen eine attraktivere Anbindung ermöglichen. Angesteuert werden ab 12. September auch die Zielorte Hartberg und Pinggau. Dir. Heinz-Peter Krammer von der Firma Südburg zeigt sich erfreut über die neue Kooperation und erläutert die neuen Fahrpläne: Es wurden alle Wünsche der Jugendlichen weitestgehend in die Routenerstellung - sowohl bei den bestehenden, als auch bei den neuen Routen - miteinbezogen. Erstmals werden ab Mitte September teilweise auch südburgenländische Gemeinden angefahren, die keine Discobus-Partnergemeinden sind - um einen erhöhten Fahrpreis von 5 Euro. Auch für die Partnergemeinden gibt es erfreuliche Nachrichten, so Illedits: Wir haben es geschafft, dass über den Bund Fördermittel in der Höhe von € 244.695,90 an die größte Verkehrssicherheitsinitiative für junge Burgenländer zurückfließen. Die Partnergemeinden bekommen daher ab dem aktuellen Quartal 79 Prozent ihrer Projektkosten gutgeschrieben.
 
Im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes ist geregelt, dass Bundesmittel für Gemeindeprojekte zur Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs beansprucht werden können. Festgelegt ist dabei auch, dass Nacht- und Discobusprojekte förderbar sind, sofern sie regelmäßig auf einer bestimmten Strecke unterwegs sind. Der Verein Discobus hat sich deshalb schon seit dem Frühjahr des Vorjahres bemüht, diese Förderquelle zu erschließen. Mittels Vollmachten - die wir von unseren Partnergemeinden eingeholt haben - ist es uns gelungen für die Gemeinden Mittel in der Höhe von 244.685,90 Euro für das Jahr 2007 zu lukrieren. Konkret werden ab der Rechnung für das aktuelle Quartal 03/09 erstmals die Gemeinden diese Bundesförderungen gutgeschrieben bekommen, erläutert Illedits.

Discobus-Gemeinden werden finanziell entlastet

Auch beim Aufteilungsschlüssel war der Verein Discobus bemüht, eine faire Lösung für die Gemeinden zu finden: Da das Bundesministerium für Finanzen einen Verteilungsschlüssel aliquot der Streckenlänge, die in einer Gemeinde zurückgelegt wird, vorschlägt, hätten manche Gemeinden 20 Prozent, manche Gemeinden 120 Prozent der Projektjahreskosten gutgeschrieben bekommen. Uns war es wichtig, dass die Gemeinden fair und anteilsmäßig in der Höhe ihrer Projektkosten finanziell entlastet werden. Dafür haben wir auch einen weiteren administrativ mühevollen Weg - durch das weitere Einholen von Einverständniserklärungen - auf uns genommen, der gefruchtet hat: Die Gemeinden erhalten nun die Fördersumme anteilmäßig ihrer Projektjahreskosten rückerstattet, so Illedits.



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