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SPÖ macht klar: Postpartner nur als Ergänzung, nicht als Ersatz für vollwertige Postämter

4. Februar 2010
Illedits kritisiert Finanzminister: "Hohe Dividenden sind Hauptgrund für Spardruck"
Eisenstadt, am 4. Februar 2010. - "Die Post AG darf das neue Postmarktgesetz nicht als Vorwand für ein Totalschließungsprogramm bei den Postämtern im Burgenland missbrauchen", machte SPÖ-Klubobmann Christian Illedits heute in Hinblick auf die Post-Partner-Pläne der Post AG klar. Ziel des Post-Managements sei es offenbar, das bestehende Postfilialnetz zur Gänze durch Postpartner zu ersetzen. "Das ist ein Anschlag auf den ländlichen Raum, der nicht die Zustimmung der SPÖ und von Landeshauptmann Hans Niessl finden wird. Das haben wir auch in einem persönlichen Gespräch mit Post-Generaldirektor Pölzl klar zum Ausdruck gebracht", so Illedits, der jetzt vor allem Finanzminister Pröll gefordert sieht: "Die Post AG liefert noch immer hohe Dividenden an den Finanzminister ab. Das ist - neben früheren Managementfehlern - der Hauptgrund für den Spardruck, der jetzt auf die Bürger und Gemeinden des ländlichen Raums abgewälzt werden soll. Für Banken stehen Milliarden zur Verfügung, bei der Post kassiert Pröll weiter ab. Dass der Finanzminister auf Kosten des ländlichen Raums Budgetlöcher stopft, ist nicht akzeptabel."
 
Die Post AG habe - mit politischer Unterstützung der ÖVP - durch die Schließung von weit über einer Hälfte der früher bestehenden 126 Postämter im Burgenland ohnehin Schaden genug angerichtet. Illedits: "Es kann nicht sein, dass jetzt sogar funktionierende, wirtschaftlich positiv arbeitende Postämter geschlossen werden. Damit wird nicht nur wertvolle kommunale Infrastruktur vernichtet, auch die Post AG selbst nimmt sich die Basis für eine erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft." Das Post-Management müsse endlich in Vorwärtskategorien denken - davon könnten auch die burgenländischen Gemeinden profitieren, so Illedits: "Unsere Forderung lautet: Postpartner sollen dort angeboten werden, wo es derzeit, weiße Flecken puncto Post-Versorgung gibt. Eine Postpartner-Offensive macht nur als Ergänzungs- und nicht als Austauschprogramm Sinn."


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