gvv Aktuell

Wechsel an der Spitze des Burgenländischen Müllverbandes

29. November 2010
Leonhard Schneemann folgt auf Ingrid Salamon.
Die Müllgebühren werden zum 8. Mal in Folge nicht erhöht. Diese Beschlüsse wurden bei der BMV-Verbandsversammlung 2010 gefasst.

Der Burgenländische Müllverband (BMV) hielt seine Vollversammlung am 27. November 2010 im Kulturzentrum Oberschützen ab. Im Rahmen dieser Vollversammlung kam es auch zum Wechsel an der Spitze des BMV. BMV-Obfrau Ingrid Salamon, die diese Funktion seit 2002 inne hatte, nimmt seit kurzem ihre neue Funktion als Abgeordnete zum Bgld. Landtag wahr. Aus diesem Grund wurde sie an der Spitze des BMV vom Bürgermeister von Unterkohlstätten, Mag. Leonhard Schneemann, abgelöst. Ingrid Salamon wird aber weiterhin als Vorstand des BMV tätig sein. Eine erfreuliche Nachricht gibt es für die Kunden des BMV: Bereits zum 8. Mal in Folge ist es im Burgenland nicht notwendig die Müllgebühren zu erhöhen. Die Delegierten haben bei dieser Versammlung beschlossen, die Müllgebühren auch für das Jahr 2011 unverändert zu belassen.

Der BMV blickt im heurigen Jahr auf 3 Jahrzehnte erfolgreiche Bewältigung der abfallwirtschaftlichen Herausforderungen im Burgenland zurück. In diesen 30 Jahren wurden zahlreiche abfallwirtschaftliche Fragen gelöst und im Burgenland ein flächendeckendes ökologisch ausgerichtetes Abfallwirtschaftssystem umgesetzt. Aufbauend auf diesen Erfolgen aus der Vergangenheit wurden auch im heurigen Jubiläumsjahr wieder zahlreiche Aktionen umgesetzt: Die BMV-Kunden profitieren aber auch direkt von der erfolgreichen Aufbauarbeit, die in den vergangenen Jahrzehnten in der bgld. Abfallwirtschaft geleistet wurde. Obwohl auch für das kommende Jahr wieder zahlreiche Aktivitäten geplant sind, wird es zu keiner Erhöhung der Müllgebühren kommen.

Das Hauptaugenmerk der BMV-Aktivitäten wird in nächster Zukunft auf die Zusammenarbeit mit den Gemeinden gerichtet. Im Zuge dieser Zusammenarbeit soll das Service für die bgld. Gemeinden weiter ausgebaut werden. In einem ersten Schritt wird für das Jahr 2011 ein Modell erarbeitet, welches den Gemeinden unter bestimmten Voraussetzungen eine teilweise Rückerstattung der in den Abfallsammelstellen anfallenden Entsorgungskosten durch den BMV garantiert. Durch diese Maßnahmen will der BMV die Zusammenarbeit mit den bgld. Gemeinden noch weiter intensivieren und die Gemeinden in der Bewältigung ihrer abfallwirtschaftlichen Tätigkeiten umfassend unterstützen. Das Bonussystem soll als Lenkungsinstrumentarium eingesetzt werden, um die Wiederverwendungs- und Wiederverwertungsquote der in den Abfallsammelstellen der bgld. Gemeinden anfallenden Altstoffe weiter zu erhöhen. Daraus ergibt sich zusätzlich zum betriebswirtschaftlichen Vorteil für die Gemeinde ein ökologischer Vorteil für die bgld. Abfallwirtschaft. Die zuständigen Abteilungen im BMV erarbeiten derzeit ein detailliertes Modell. Bereits im kommenden Jahr wird mit der landesweiten Umsetzung begonnen. Die Abfallberater des BMV werden die Gemeinden direkt vor Ort tatkräftig unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt wird sich konkret mit der Verbesserung des Trennverhaltens beschäftigen. Der Burgenländische Müllverband lässt bereits seit Jahren regelmäßige Restmüllanalysen durchführen. Aufgrund der Ergebnisse werden 2011 Schwerpunktaktionen im Rahmen der BMV-Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Dies betrifft vor allem die richtige Zuordnung der Altstoffe und das Abtrennen der biogenen Fraktion aus dem Restmüll. Weiters wird ein Schwerpunkt zu Lebensmitteln im Restmüll gesetzt.


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