gvv Aktuell

Kaipel und Preiner: Atomenergie ist keine Alternative

7. April 2011
Wien (SK) Für einen schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie sprechen sich die beiden burgenländischen NR-Abgeordneten Erwin Kaipel und Erwin Preiner am Rande der heutigen Anti-Atom-Sondersitzung des Parlaments am Dienstag aus: "Das Beispiel Japan zeigt ganz deutlich, dass die negativen Folgen der Atomenergie alle angehen und vor Ländergrenzen auch nicht haltmachen. Der Zeitpunkt für einen schrittweisen Atomausstieg ist da - für diesen Ausstieg und eine Energiewende hin zu sicheren Energieformen müssen wir uns alle gemeinsam einsetzen. Denn wie die Erfahrung zeigt ist Atomenergie weder so sicher noch so günstig wie behauptet -wenn die Kosten langfristige Risiken und für Haftungen einbezogen werden."

Angesichts der Tatsache, dass das Burgenland von grenznahen Kernkraftwerken verschiedenen Typs teilweise im Radius von weniger als 100 Kilometer umgeben ist, sei maximale Sicherheit für die Burgenländerinnen und Burgenländer überlebenswichtig. "Alibi-Stresstests" sind eindeutig zu wenig, so Preiner, der fortfährt: "Umweltminister Berlakovich ist aufgefordert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um unser Land vor den Folgen eines AKW-Unfalles zu bewahren."

Gefordert sei aber auch jede und jeder Einzelne - denn unser aller wachsender Energiebedarf erhöht die Abhängigkeit von der Atomenergie. "Der Anteil der Energie am gesamten ökologischen Fußabdruck ist mit über 50 Prozent überaus hoch - deswegen ist ganz entscheidend, wie wir Energie nutzen. Energieeffizienz und Energiesparen sind ganz wesentliche Beiträge, die jeder von uns als Beitrag für die Umwelt und gegen Atomenergie leisten kann. Wir müssen unsere Energiepolitik eindeutig in Richtung erneuerbarer Energien ausrichten - so wie das Positivbeispiel Burgenland zeigt, wo die Zukunft bereits begonnen hat", so Preiner und Kaipel unisono.

Das Burgenland deckt bereits heute 60 Prozent seines Energiebedarfs aus alternativen Energiequellen wie Windkraft oder Biomasse. Im Jahr 2013 will man stromautark sein. "Um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu forcieren, muss der Schwerpunkt Solar- und Photovoltaikförderung für Private auch finanziell deutlich verstärkt werden", fordert Kaipel und fährt fort: "Denn wenn 2010 viel mehr Privatpersonen bereit waren, in den Umweltschutz zu investieren als es Minister Berlakovich zuließ, bedeutet dies: Bei den Menschen ist mehr Umweltbewusstsein vorhanden als beim zuständigen Umweltminister. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit, künftig ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen."


zurück