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Tiefe Trauer um ein sozialdemokratisches Vorbild

27. Mai 2011
Burgenland trauert um eine verdiente Persönlichkeit und um einen Erbauer des neuen Burgenland - Hofrat Matthis Achs, ehemaliger Nationalrat, ist vergangenen Mittwochabend aus dem Leben geschieden.

Ein sozialdemokratisches Vorbild ist nicht mehr. Hofrat Matthias Achs ist im 72. Lebensjahr von uns gegangen - er hinterlässt eine tiefe Lücke!

Um 17.44 Uhr Mittwochabend ist Hofrat Matthias Achs aus Gols aus dem Leben geschieden. Der ehemalige Nationalrat und langjährige Bürgermeister der Weinbaugemeinde Gols verschied nach langjähriger Krankheit. Damit ist eine Säule der burgenländischen Sozialdemokratie aus unseren Reihen von uns gegangen.

Matthias Achs wurde am 6. Dezember 1939 in Gols als Sohn des Sattler- und Tapezierermeisters sowie Landwirts Paul Achs aus Gols geboren. Achs war nach der Volksschule in Gols und der Hauptschule in Neusiedl am See zunächst als Landwirt tätig. Zwischen 1961 und 1963 besuchte er die Polizeischule, nachdem er bereits von 1959 bis 1960 den Präsenzdienst abgeleistet hatte. Er legte 1966 die Beamtenmatura ab. Achs war von 1961 bis 1967 als Sicherheitswachebeamter tätig und wurde 1967 als Beamter in den gehobenen Verwaltungsdienstes der Bundespolizeidirektion Eisenstadt übernommen. Er arbeitete von 1967 bis 1976 im Strafreferat und leitet von 1976 bis 1981 das Präsidial- und Personalreferat. 1991 wurde er zum Amtsdirektor, 1993 zum Regierungsrat ernannt.

Achs war von 1972 bis 1977 Gemeinderat in Gols und ab 1977 Bürgermeister der Gemeinde. Er war ab 1976 Ortsparteivorsitzender der SPÖ Gols, ab 1982 Bezirksparteivorsitzender-Stellvertreter der SPÖ Neusiedl am See und ab 1982 Mitglied des Landesparteivorstandes der SPÖ Burgenland. Er vertrat die SPÖ von 1985 bis 1989 im Burgenländischen Landtag, gehörte vom 6. Juli 1981 bis zum 30. September 1985 dem Bundesrat an und war vom 13. Jänner 1989 bis zum 28. Oktober 1999 Abgeordneter zum Nationalrat. 2006 legte Achs seine Funktion als Bürgermeister zurück und zog sich aus gesundheitlichen Gründen aus der Politik zurück. 
 

 
 

 


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