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Jetzt offenbar auch ÖVP-Bauernbund für Umwidmungsabgabe!

18. November 2011
Am 3.Dezember wird Jakob Auer zum neuen Präsidenten des ÖVP-Bauernbundes gewählt. Angesichts des aufziehenden Sparpakets kann sich Auer gewisse Zugeständnisse der Bauern vorstellen, nämlich vor allem bei den bisher meist steuerfreien Umwidmungsgewinnen. Eine höhere Grundsteuer lehnt er jedoch ab.

Umwidmungssteuer ja, höhere Grundsteuer nein
Auer zeigt sich grundsätzlich bereit, über Beiträge der Bauern zum Sparkurs zu reden, aber über konkrete Schritte zu sprechen, sei verfrüht. Ein Bereich sei die steuerliche Behandlung von Gewinnen, die durch die Umwidmung von Acker- in Bauland entstehen. "Da wird in Oberösterreich schon deutlich abkassiert, in anderen Bundesländern noch nicht." Die entscheidende Frage werde aber sein, wer das Geld bekomme - der Bund, die Länder oder die Gemeinden. Auer erwartet, dass darüber ein Streit entstehen werde. Jedenfalls wäre für den künftigen Bauernbundpräsidenten eine österreichweite Abgabe diskussionswürdig - in welcher Höhe müsse man sich ansehen. Eine höhere Grundsteuer sei hingegen "nicht nur aus Bauernsicht, sondern aus Grundbesitzersicht, undenkbar."
Was den plötzlichen Rücktritt seines Vorgängers Fritz Grillitsch betrifft, über dessen Ursache bisher nur spekuliert wird, kann auch Auer im Ö1-Interview noch keine Erklärung bieten. Unmittelbar nach dem Rücktritt hatte Grillitsch gesundheitliche Probleme, die aber noch nicht der Anlass für den Rückzug gewesen sein dürften. Über mögliche Zahlungen im Zuge der Telekom-Affäre habe er noch nicht mit Grillitsch gesprochen, weil er noch nicht fit sei, so Auer. Jakob Auer ist Landwirt in Fischlham in Oberösterreich, hat einen Schweinemast-Betrieb und ist seit 1983 für die Volkspartei im Nationalrat.


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